torsdag 3 april 2008

Was der April bringt...

Dienstag war ja der erste April und unser tollster Aprilscherz war dann meine erste richtige Klausur seit über 9 Monaten! Bloß, dass die nicht lustig war und ich alle 6 Stunden (!) daran gesessen habe und am Ende sogar nicht fertig geworden bin... Echte kacke... Naja, vergessen wir dieses Kapitel ganz schnell...
Danach war ich jedenfalls endlich mal wieder FREI, im Sinne von frei! keinerlei Verpflichtungen. Und das Tollste war, dass der April Frühlingwetter mit sich brachte - es waren locker über 10, wenn nicht sogar 15 Grad an diesem sonnenreichen Tag mit klarem Himmel und ich hätte Uppsala fast nicht wieder erkannt: als ob die recht jugendliche noch mal richtig zum Leben erwacht, wimmelte es regelrecht überall von jungen Menschen, der Fluss wurde belagert und Hunderte saßen da und tranken und hatten Freude am Leben. Als ich dann zurück zu meinen Studentenwohnheim kam, wurde ich nochmals überrascht und sah, dass auf der Wiese im Hof, gleich wieder überall Studenten saßen und auch Gitarre und Gesang waren dabei! Das als erste Geschmacksprobe für den anstehenden Sommer hat tiefen Eindruck hinterlassen. Bald steht ja erstmal Valborg (=Walpurgisnacht) an und da ist Uppsala die Stadt schlechthin dafür hier oben. Eine regelrechte Partywoche mit buntem Leben auf den Straßen! Meines Wissens bekommt man da auch von der Uni frei, weil sonst eh keiner hingehen würde und das muss wirklich Ausnahmezustand sein! Da freue ich mich schon richtig drauf!
Gestern war dann der Abschied von meiner Klasse, da man hier die Kurse frei wählen kann und mitunter komplett neue Kommilitonen dann hat. Sehr traurig, weil es echt ne total coole Klasse war, die man nicht so schnell wiederfinden kann. War natürlich mit fika verbunden und einer hammergeilen Blaubeertorte, halleluja! Am Abend kam dann noch ein schwierigerer Abschied: Die Kari aus den Staaten hatte ihren letzten Tag in Uppsala und das war nocheinmal traurig.
Irgendwann im Hellen war ich dann wieder zu Hause (das ist nämlich cool jetzt: Sonne geht so um 5 auf und erst nach 20 Uhr unter! z. Vgl. als ich gekommen bin war das typ 9 bis 16 Uhr... und es soll ja noch besser werden!!). Naja 5 Stunden schlafen oder so, dann zum neuen Kurs. Avancerad polymerkemi... jaja, total spannend, wa. Hab nach wie vor keinen Stundenplan, weil der Prof in Japan rumreist und niemand ne Ahnung hat. Ist jedenfalls nur ein Halbzeitkurs, wenn auch nur für einen Monat -freut mich aber auf jeden Fall! Als ich dann hingehen wollte, merkte ich, dass der ja doch erst am 9. April beginnt. Enttäuscht über die idiotische Schlaflosigkeit, die ich mir beschert hatte, freute ich mich umso mehr, dass ich noch ne Woche länger frei habe!
Und dann kommen ja auch noch Johanna und Katrin nächste Woche, alles toll also...
Außer die Wettervorhersage, die -2°C und Schneefall für den Sonntag angekündigt hat. Vom Aprilwetter bleibt also auch Schweden nicht verschont...

fredag 28 mars 2008

Danke, Jungs! Ihr seid die größten...

Vielen, vielen Dank für die supertolle Woche! Wikingerhügel in Uppsala. Wildcamping an der Ostersee bei Schnee. Wandern durch den Nationalpark Skuleskogen bis zu 40 m tiefen Schluchten. Langlauf, Weggehen und Spaß mit Bettina in Umeå. Unsere eigene Stuga in Östersund. Straßen kreuzende Rentiere. Die schwedischen Berge in Åre. Und natürlich auch Stockholm mit Museen, Essen und draußensein. Danke für die unvergessliche Woche!

Mit dem Spaß ist jetzt vorbei, ich lern dann mal für meine Klausur (deswegen wird es wohl so ruhi um mich werden die nächsten Tage...). Viele Grüße von mir, Uppsala und dem ankommenden Frühling (?)! Euer Norris

lördag 15 mars 2008

Påsklov!

Det känns väldigt bra! Diese Woche war meine letzte Woche vor den Osterferien und nun habe ich endlich mal ein paar Tage ohne Unistress. Das wurde auch langsam Zeit: Nachdem ich mich die letzten Tage mit einem wissenschaftlichen Artikel amüsieren durfte, u. a. ein Tag bis um 5 (!) morgens an der Uni, habe ich den Teufel heute 8 Minuten nach der Deadline eingereicht und konnte endlich mal abschalten. Ist irgendwie ein komisches Gefühl, jetzt wo der Kurs mehr oder weniger beendet ist. Der Kurs war nicht ohne und das zeigte sich vor allem im Klassenklima und im Zusammenhalt in der Klasse. In zwei Wochen gibt's dann nen richtig fetten Test und dann werd ich wohl einen Großteil nie wieder sehen... ;( Das fühlt sich schon jetzt komisch an, wo einige schon verreist sind. Senait, ne treue aufgeschlossene Seele, ist gerade in London und Anna, mit der ich mehrere Male bis in die frühen Morgenstunden an der Uni gesessen, supercoole Stunden mit den Uniaufgaben verbracht und festgestellt habe, dass man auch Schnischnaschnappi in Schweden kennt, ist gleichmal auf die Bahamas geflogen... Schon komisch ohne die alle, bereits nach wenigen Tagen... Ich hoffe, dass man den Kontakt noch halten kann...
Andererseits habe ich großen Grund zur Freude! Denn mein erster Besuch kommt und das ist niemand weniger als meine über alles geliebte WG! Ein Tag noch und das wird so großartig, richtig cool!!! Und der Zeitpunkt kann auch nicht besser sein, da ich mich gerade jetzt am meisten nach mein Zuhause sehne.
Wenn alles wie geplant läuft, dann wird es auch mal wieder Stockholm morgen. Ich hab mich mehr oder weniger breit schlagen lassen dem Finale des Melodifestivalen beizuwohnen. Das ist nichts Geringeres als der schwedische Vorentscheid zur Bestimmung der Teilnehmer für den European Songcontest. Mal schauen, worin ich mich da reiten lassen habe... Nun wirds Zeit für mein Bett, morgen stehen ja noch einige letzte Vorbereitungen für meinen großartigen Besuch an! Schlaft schön allihopa!

tisdag 11 mars 2008

Göteborg - Sveriges framsida!

Städte hat ja Schweden nicht wirklich - sonst würde ich nicht in der viert größten schwedischen Stadt wohnen. Nachdem ich also im Januar Malmö gesehen habe, fehlte mir "nur noch" eine Stadt in Schweden, und zwar die zweitgrößte namens Göteborg (sprich Jöteborj). Mit seinem knapp 500.000 Einwohnern ist es nicht gerade riesig, aber groß genug und aufgrund mangelnder weiterer Konkurrenz in der Lage sich mit Stockholm zu messen. Selbst bezeichnen die Leute ihre Ecke als Sveriges framsida, Schwedens Vorderseite und nach Erwähnen dieses Ausdrucks in Gegenwart der Stockholmer versteht man auch das Ausmaß der Stichelei:-)
Da ich gerade kein Labor mehr habe und mir die Zeit zum Schreiben des wissenschaftlichen Wischs selbst einteilen kann, nahm ich die Gelegenheit war und machte am Donnerstag mal einen Abstecher auf die andere Seite Schwedens. Die Erwartungen waren zweigeteilt: zum einen wurde die Mentalität der Menschen bereits tausend Mal gelobt und überhaupt das ganze Klima in der Stadt, was wirklich sehr anziehend ist; andererseits ist Göteborg eine relativ junge Stadt (aus dem 17. Jh.) mit viel Industrie und so, was dann eher dagegensprach. Blieb also spannend...
Mit Edde bin ich dann also hingefahren und nach mehreren Misserfolgen bei der Organisation war schließlich Zelten die Idee gewesen.
Gezeltet haben wir schließlich nur eine Nacht, weil es doch unangenehm war. Über Nacht wurde es dann doch richtig kalt, was an und für sich noch kein Problem sein sollte, aber Edde hatte falsche Klamotten dabei gehabt und ohne Isomatten war es dann doch eher ein Schuss in den Ofen:-/
Die nächste Nacht führte dann also doch zum Hostel, wo man wirklich eigenartiges Volk kennenlernt. Diesen Typ hier z. B. (Namen habe ich leider mal wieder vergessen), mit dem wir Freitag abend unterwegs waren. Ist Schwede von Schwedens Ostküste, studiert aber in Ungarn und fliegt mal für einen Tag zurück nach Schweden, an die Westküste, um sich einen neuen Laptop zu kaufen...
Jedenfalls war Göteborg richtig cool gewesen. Wider Erwarten war die Stadt echt schön gewesen, vor allem gewisse Straßen hatten echt wunderschöne Altbauten gehabt, mit der Lage an einem großen Fluß, den Göta Älv, einem großen Hafen und vielen Kanälen hat es auch doch ein wenig an Hamburg erinnert. Und Gbg ist trotz gewisser Ähnlichkeiten wirklich komplett anders als Stockholm, in vielerlei Hinsicht: Statt U-Bahnen fahren hier Straßenbahnen, die das Stadtbild prägen. Die Leute sind richtig krass nett: Gipfel war ja eine Frau, die wir nach dem Weg gefragt hatten, welchen sie nicht wusste und prompt antwortete: "Aber wartet mal nen Moment, ich ruf mal schnell jemanden an, der das weiß." Und der Dialekt ist echt richtig cool. Schließlich ist die Stadt auch chilliger, nicht so gestresst und stressig, billiger und wirkt auch viel offener. Ich selbst war zutiefst beeindruckt von der Stadt, würde sogar behaupten, dass es wahrscheinlich die lebenswürdigste Stadt Schwedens ist.
Auch wenn das alles schwer zu vermitteln ist, hier ein paar Impressionen von Göteborg:

Der Poseidon-Brunnen, Wahrzeichen der Stadt.
Oscar Fredriks KyrkaAnderes Wahrzeichen: Millionen blaue spårvagnKungportsavenyn oder kurz Avenyn, die (abgespeckte) Champs-Elysée des Nordens
Hamburg oder Hamburg?! Die Stadt, der Hafen und der Fluss
Gothenburg University
Viele schöne Wohnhäuser...Maritiman, das größte Schiffmuseum (Skandinaviens?) auf Wasser, u. a. mit einem echten U-Boot und einem riesigen Zerstörer, welche man ordentlich durchforsten konnte. Echt abgefahren!Weltherrschaft?! Her damit!

Am Samstag unternahm ich dann einen Fährenausflug zu den Schären von Göteborg, genauer gesagt zu der Schäre Styrsö. Verglichen mit den Stockholmer Schären viel karger, mehr nackter Fels, aber nicht wirklich minder schön ist.
Am Samstagabend ging's dann leider wieder zurück, dafür aber mit vielen tollen Eindrücken. Ausgestiegen bin ich aber nicht in Uppsala, sondern schon in Västerås, wo ich noch einen Kumpel gesehen habe, mit zwei Suffis unterwegs war und deren Auto dann zurück nach Uppsala kutschieren durfte/musste...

söndag 2 mars 2008

tisdag 26 februari 2008

Be a lethal weapon in the bedroom.

Was soll man mehr dazu sagen?! Das war heute in meinem Spamordner und da ich eh nicht ne einfallsreichere Überschrift für mein langweiliges Leben finde, locke ich euch getreu dem Motto sex sells mit dieser Überschrift.
Eigentlich gibt es ne Menge zu berichten, weil mein letzter Post doch einige Zeit her ist, aber die Sachen werden nicht wirklich weniger hier... Unter anderem hat jetzt auch mein Sprachkurs begonnen, den ich dienstags und donnerstags von 18-20 Uhr habe. Aber ich habe eine neue Philosophie in meinem Leben begrüßt, mehr Gelassenheit. Jawohl. Es reicht ja wohl, wenn ich von früh bis nachts an der Uni hocke, deswegen muss man sich nicht auch noch die Freizeit erschweren. Der Plan schien aufzugehen: Am Donnerstag vor meinem Vortrag vergaß ich die Unterlagen im Labor und hatte unerwartet einen chilligen Abend in der Kneipe. Und der doofe Vortrag ging trotzdem gut, trotz der lächerlichen Vorbereitungszeit von 5 Tagen... Die Lehrerin meinte sogar, dass es eine "professional lecture" war. Und auch bei den Studenten schien es gut angekommen zu sein, was mich sehr gefreut hatte. Das Schönste war aber, dass ich es doch hinter mier hatte, was mich ungemein entspannt hat, die Wochen danach.
Vorletztes Wochenende habe ich dann mit nem anderen deutschen Austauschstudenten ausgemacht, dass wir nach der estischen Hauptstadt Tallinn fahren und konnten spontan noch den Kanadier Paul und Charlie aus Stockholm dafür überzeugen. Freitag also nach Stockholm gefahren, Freitag abend auf das Partyboot, dann Kreuzfahrt nach Tallinn mit Ankunft am Samstag morgen, Samstag abend dann wieder los Richtung Sverige und Sonntag morgen zurück in Stockholm. Die Fahrt war lustig. Estland war viel billiger als Schweden. Estische Kronen noch wertloser. Estländer sind komische Menschen. Tallinn ist ne wunderschöne Stadt. Und auch sonst war es cool. Hier sind ein paar Eindrücke:

Paul, Charlie und Markus (v.l.) in TallinnÜber den Dächern von Tallinn...Warum auch nicht, ne?Estische BestimmungenWer findet mich?Estische Pfannkuchen im Restaurang für sehr humane Preise, yammyamm!Das Pflichtfoto für Martin: Der Busbahnbusstraßenbahnbus... Komische Teile...

Hab noch ne kurze Weile in Stockholm verbracht und endlich die neue Kent-Scheibe für nen normalen Preis gefunden und bin daraufhin zurück nach Uppsala gefahren. Zwei Überraschungen: 1. In der Bahn spricht mich Schwedin ohne Grund an. Äußerst ungewöhnlich... 2. Mein Fahrrad stand weiterhin vorm Bahnhof. Nach Putzdienst und alles war es dann nach 6 und ich konnte mich endlich den Universpfichtungen widmen. Hatte eine Laborplanung zu schreiben, die am nächsten Tag an der Uni eingereicht sein musste. Naja, bin also noch schnell an die Uni rausgefahren und hab dort bis um 2 nachts gesessen und den Mist geschrieben! Ja, um 2! Die schließen hier nicht... Die Woche habe ich darauf hin 3 mal oder so verschlafen... naja.
Ich habe jedenfalls jetzt auch angefangen in meiner Nation, der Kalmar Nation, zu arbeiten. Man kriegt zwar quasi kein Geld dafür, ist aber trotzdem ganz lustig, weil man unters Volk kommt, mehr Kontakt mit Schweden und was zu essen bekommt. Durfte auch so nen coolen Gastronomiegeschirrspüler bedienen. Echt geil, die Dinger. Hebel runter, 1 Minute warten und Geschirr kommt sauber und getrocknet raus. WG, sowas will ich auch haben! So macht abwaschen Spaß! Das nächste Mal werde ich diskplocken, also am Clubabend Gläser und Flaschen einsammeln:)
Hatte auch schon Abende, wo man wirklich nur mit Schweden weg war, was richtig lustig war! So langsam fange ich an ein richtiges Leben hier zu haben!
Übrigens ist es gerade meine letzte Woche im Labor! Obwohl ich echt eine tolle Klasse habe und es richtig spaßig mit den anderen ist. Ich hätte nie gedacht, dass den ganzen Tag Pipettieren so viel Spaß machen kann. Ferien sind ja auch bald. Zwei Wochen und dann 6 Stunden Klausur! :-/ Und zu meiner größten Freude kommt mich meine WG auch bald besuchen! Yippieh! Wenn alles gut geht, werde ich dieses Wochenende in Stockholm verbringen. Ihr seht, im Moment fühle ich mich trotz allem sehr wohl und lebe in einer anderen Welt. Bis bald und fühlt euch vom alten Schweden gedrückt!

söndag 3 februari 2008

Cold winterdays...

It has been long time since you heard of me the last time. So I just want to tell you that I am still alive. Not much has happened since my last blogg. I am just sitting at home and trying to get along with my university stuff. Actually, I just recognized that Uppsala is getting really white:


Yesterday I have finished my first report and I was really proud of me, so at least I can finally start with the preparation of my lecture. And of course, such periods are accompanied with lots of food and sweets.
This is a semla, a very delicious swedish lent pastry with much cardamom and almond paste and white cream of course:-)

This meal Karolina, a czech friend, and I made together. Just an improvisation, but it was really not bad...
And of course my beloved sweets and best friend in hard periods. I probably do not need to mention that I killed a whole bar of this finnish chocolate (250g) the day before yesterday...

After beginning with my lecture with a real good feeling I just got the next shock: How could I forget that we arranged an apointment with our superviser in order to present the first version of our lecture - and this shall take place on tuesday! Right, the day after tomorrow - and today I started with the preparation of the lecture, tomorrow I have my diagnostic test for the swedish language course that I would like to attend, and the day after tomorrow... herregud! a really horrible imagination... So I'd better continue with my work now:/, but vi hörs!