lördag 3 maj 2008

Kurzbesuch in Riga

Spontan und kurzentschlossen ging es letztes Wochenende mit Tobias, Yannika und Dennis nach Riga. In Lettland war ich ja noch nie und wann kommt man denn wieder so schnell und billig da rüber?! Nach Stockholm gefahren, rauf auf die Fähre und zum ersten Mal die Stockholmer Schären bei Licht und Sonnenuntergang erlebt!

Auf dem Boot gab es natürlich auch immer ordentlich Party, so wie es sich für schwedische Bootsreisen gehört. Hier meine Homies...
Allerdings war der Anteil der Schweden sehr gering auf dem Boot. Und überhaupt kam ich das erste Mal in meinem Leben in Situationen, wo ich mich nicht mehr verständigen konnte, weil keine Sau englisch gesprochen hat! Russisch war hier das A und O... Ja, die Räume waren nicht der Hammer, und es stank nach vergammelten Fisch (der Ursache kamen wir bald auf die Spur: Irgend ein Spaßvogel hatte alten Fisch in einem Sicherheitsschrank versteckt...) und zu unser aller Freude wurden bald irgendwelche Sicherheitstüren runtergelassen, die das Bewegen auf unserer Etage verhinderten, sodass wir letztendlich nicht mehr zu unseren Betten finden konnten und nach einem Guide fragen mussten...
Am nächsten Morgen waren wir dann endlich in Riga, der größten Stadt im Baltikum, dem "Paris des Ostens", einer Perle des Jugendstils, eine Stadt mit mehr Russen als Letten und und und... eine Stunde Zeitumstellung... und überhaupt: Wusste jemand, dass die lettische Währung noch stärker als der britische Pfund ist? Und dass die kleinen Münzen wie unsere alten Pfennige aussehen? Die Letten scheinen auf jeden Fall auch ein wenig seltsam zu sein, aber immerhin war ich auf ihre Gesellschaft nicht angewiesen...

Jugendstil!
Hier in der Nähe haben wir traditionell lettisch gegessen, war voll lecker!
Der Marktplatz (glaub ich zumindest). Man beachte, dass die Peterskirche genauso wie der Zwickauer Dom ausschaut! Übrigens ist die Altstadt von Riga UNESCO-WEltkulturerbe...
Die Stadt an den Ufern der Düna
Posing auf der Peterskirche
mmmh, ???
Frühling!!!
icke vorm Freiheitsdenkmal!
Rigas orthodoxe Kathedrale
und Jugendstil...
... und noch mehr Jugendstil!

War alles sehr aufregend, schönes Städtle auf jeden Fall. Schade, dass es schon nach kurzer Zeit wieder zurück ging an Bord der Regina Baltica... (Witzig übrigens, dass die lettische Flagge wie die österreichische ausschaut...).

Die Frühlingssäsong ist eingeläutet!

JA, richtig gelesen! Die Zeiten der ewigen Dunkelheit sind nun endgültig vorbei, nun geht die Sonne schon kurz nach drei auf und nicht vor 21-22 Uhr unter und die Temperaturen schaffen es sich doch häufiger über 10°C zu halten. Grillsaison, Sommer und Leben sind zurück und gerade hier in Schweden, wo man nur für den Sommer lebt, bedeutet das wohl was! Die Stadt ist kaum wiederzuerkennen, überall Menschen und sogar meine Hofwiese wird zahlreich bevölkert mit jungem grilllustigem Volk:
Das hab ich mir mal zum Anlass genommen, um einige Kumpels einzpacken und einen Radausflug zum See zu machen. Ja, Uppsala hat Anschluss an einem See, dem Mälaren, welcher der 3.größte See Schwedens ist. Nur zehn Kilometer südlich liegt das Dorf Sunnersta und da auch der See und da konnten wir einen ganzen Tag lang entspannen, spazieren gehen, grillen, Lagerfeuer machen und den schönen Tag genießen. Hier also ein paar Eindrücke von meinem Glück hier...

Die Tschechinnen, Karo und Bara
Die Finninnen (<- seltsames Wort), Heli und Freundin
Dennis, Yannika, Tobi und Léon
icke und der Paul im Hintergrund
Der See
Der Sonnenuntergang

Johanna und Katrin hier!

Oj, ich merke, ich gerate in Verzug mit dem Berichten, dabei war der April so erlebnisreich! Naja, ich versuche für euch noch alles noch mal Revue passieren zu lassen. Um den zehnten April bekam ich grandiosen Besuch von Katrin und Johanna, der leider mit vielen Stories verbunden war. Gemeinsam oder mehr oder weniger gemeinsam erlebten wir ein wenig Studentenleben in Uppsala und Stockholm, und wenn nicht das Wetter so schlimm geswesen und eine Magenseuche mit angeschleppt worden wäre, wäre es noch faszinierender gewesen. Zwischendrin gab es noch einen lustigen Vorfall, dass ein absolutes Schrottfahrrad, was ich mir von einem Kumpel geliehen hatte gestohlen wurde, ich dieses aber am selben Tag noch zurückergaunern konnte. Großartig!

wir im Universitätsgebäude der UU
Stockholm, mein Stockholm
Katrin beim Chillen
Johanna beim Grinsen (seltener Moment;-))
die Frühlingsfeen

måndag 14 april 2008

Vi prater svenska Teil 3 - Far, får får får?

Jaja, nachdem ich euch schon Kostproben des Offensichtlichen der schwedischen Sprache gegeben habe, wird es nun Zeit für ein wenig Skill-reicheres: Time for mastering swedish. Dazu habe ich ne Webseite gefunden, die das ganze unterstützt:

http://www.slayradio.org/mastering_swedish.php

Egal ob aktiv lernend oder nur interessiert an dem, was ich mache - da es auf englisch gehalten ist, kann man auch als Sprachidiot einen guten Eindruck bekommen. Besonders Lektion 3 kann ich euch wärmstens empfehlen, da geht es dann über zu krassen Zungenbrechern. Checkt det out!

lagom...

Der Lonely Planet beschreibt die schwedische Gesellschaft durch zwei Ausdrücke: zum einen ordning & reda, zu deutsch Ordnung und Richtigkeit, und zum anderen durch das kuriose Adjektiv lagom, was es wohl in kaum einer anderen Sprache gibt und was soviel bedeutet wie "genau richtig" oder noch besser "nicht zu viel und nicht zu wenig". Natürlich spielt das alles darauf an, dass hier alles so gut und so weit es geht organisert ist, vom überall Schlangestehen und Nummernziehen bis hin zu Alltagsprodukten wie das Mellanöl, was als Bier einen nicht zu hohen aber auch nicht zu niedrigen Alkoholgehalt haben soll. Soviel zur Vorrede...
Neulich, arbeiten in der Nation, Sonntag, ich helfe mit in der Küche aus... War alles ein wenig stressig, weil zu wenig Arbeitskräfte da waren und so. Naja. Bekomme schließlich den tollen Auftrag, die Glasur für den Mohrrübenkuchen zu machen. Na toll! Wie macht man das?! Okej, die Zutaten konnten noch ohne Probleme schnell zusammengetragen werden: Butter, Philadelphia, Puderzucker.
- Wie viel soll ich machen?
- Lagom.
Äh ja... mmh. Man will ja nicht zu blöd wirken. Okej, vielleicht ne Schüssel voll, passt schon. Na schön...
- Wie viel Butter soll ich schmelzen?
- Schätz einfach mal, ich weiß es auch nicht genau. Lagom halt!
- Wie viel Käse? Wie viel Zucker?
- Naja, mach einfach lagom viel! Lagom, verstehst du?!
- NEIN tu ich nicht!
- Ist doch nicht zu kompliziert, Mann! Okej, ich erklär dirs nochmal: Nimm lagom Butter, schmelz sie lagom, misch sie mit lagom Philadelphia, setz lagom Puderzucker hinzu, durchmisch alles lagom, dann nimmst du den Möhrenkuchen und schneidest ihn in lagom große Stücke, setzt lagom Glasur darauf, verteilst die Stücke lagom auf dem Tablett und servierst den Kuchen lagom. Alles klar?!

Klare Ansage. Scheiß Schweden...

torsdag 3 april 2008

Was der April bringt...

Dienstag war ja der erste April und unser tollster Aprilscherz war dann meine erste richtige Klausur seit über 9 Monaten! Bloß, dass die nicht lustig war und ich alle 6 Stunden (!) daran gesessen habe und am Ende sogar nicht fertig geworden bin... Echte kacke... Naja, vergessen wir dieses Kapitel ganz schnell...
Danach war ich jedenfalls endlich mal wieder FREI, im Sinne von frei! keinerlei Verpflichtungen. Und das Tollste war, dass der April Frühlingwetter mit sich brachte - es waren locker über 10, wenn nicht sogar 15 Grad an diesem sonnenreichen Tag mit klarem Himmel und ich hätte Uppsala fast nicht wieder erkannt: als ob die recht jugendliche noch mal richtig zum Leben erwacht, wimmelte es regelrecht überall von jungen Menschen, der Fluss wurde belagert und Hunderte saßen da und tranken und hatten Freude am Leben. Als ich dann zurück zu meinen Studentenwohnheim kam, wurde ich nochmals überrascht und sah, dass auf der Wiese im Hof, gleich wieder überall Studenten saßen und auch Gitarre und Gesang waren dabei! Das als erste Geschmacksprobe für den anstehenden Sommer hat tiefen Eindruck hinterlassen. Bald steht ja erstmal Valborg (=Walpurgisnacht) an und da ist Uppsala die Stadt schlechthin dafür hier oben. Eine regelrechte Partywoche mit buntem Leben auf den Straßen! Meines Wissens bekommt man da auch von der Uni frei, weil sonst eh keiner hingehen würde und das muss wirklich Ausnahmezustand sein! Da freue ich mich schon richtig drauf!
Gestern war dann der Abschied von meiner Klasse, da man hier die Kurse frei wählen kann und mitunter komplett neue Kommilitonen dann hat. Sehr traurig, weil es echt ne total coole Klasse war, die man nicht so schnell wiederfinden kann. War natürlich mit fika verbunden und einer hammergeilen Blaubeertorte, halleluja! Am Abend kam dann noch ein schwierigerer Abschied: Die Kari aus den Staaten hatte ihren letzten Tag in Uppsala und das war nocheinmal traurig.
Irgendwann im Hellen war ich dann wieder zu Hause (das ist nämlich cool jetzt: Sonne geht so um 5 auf und erst nach 20 Uhr unter! z. Vgl. als ich gekommen bin war das typ 9 bis 16 Uhr... und es soll ja noch besser werden!!). Naja 5 Stunden schlafen oder so, dann zum neuen Kurs. Avancerad polymerkemi... jaja, total spannend, wa. Hab nach wie vor keinen Stundenplan, weil der Prof in Japan rumreist und niemand ne Ahnung hat. Ist jedenfalls nur ein Halbzeitkurs, wenn auch nur für einen Monat -freut mich aber auf jeden Fall! Als ich dann hingehen wollte, merkte ich, dass der ja doch erst am 9. April beginnt. Enttäuscht über die idiotische Schlaflosigkeit, die ich mir beschert hatte, freute ich mich umso mehr, dass ich noch ne Woche länger frei habe!
Und dann kommen ja auch noch Johanna und Katrin nächste Woche, alles toll also...
Außer die Wettervorhersage, die -2°C und Schneefall für den Sonntag angekündigt hat. Vom Aprilwetter bleibt also auch Schweden nicht verschont...

fredag 28 mars 2008

Danke, Jungs! Ihr seid die größten...

Vielen, vielen Dank für die supertolle Woche! Wikingerhügel in Uppsala. Wildcamping an der Ostersee bei Schnee. Wandern durch den Nationalpark Skuleskogen bis zu 40 m tiefen Schluchten. Langlauf, Weggehen und Spaß mit Bettina in Umeå. Unsere eigene Stuga in Östersund. Straßen kreuzende Rentiere. Die schwedischen Berge in Åre. Und natürlich auch Stockholm mit Museen, Essen und draußensein. Danke für die unvergessliche Woche!

Mit dem Spaß ist jetzt vorbei, ich lern dann mal für meine Klausur (deswegen wird es wohl so ruhi um mich werden die nächsten Tage...). Viele Grüße von mir, Uppsala und dem ankommenden Frühling (?)! Euer Norris